Ciao Italia

Von Steinach nach Terme di Brennero (Brennerbad, 17 km)

Heute den Alpen-Hauptkamm überwunden, nun gehts weiter in Bella Italia. Wobei, hier regnet es auch während die Sonne knallt. Wundern tut es den Wirt nicht, das sei hier normal, knapp unterhalb des Brenners. Gut dass ich mir für heute nicht zuviel vorgenommen habe, es ging ja auch nochmal ordentlich aufwärts. Dafür habe ich mir auch den ersten Aperol Spritz verdient, mit dem Bier reicht es mir für’s erste.

Morgen nach Sterzing oder noch etwas weiter

Hoch zum Pass

Von Innsbruck nach Steinach am Brenner (32 km)

Gestartet in der Verwaltungs- und Universitätsstadt Innsbruck ging es erst einmal in die hoch gelegenen Vororte Vills und Igls, im Wesentlichen entlang der Straße, um erst einmal Höhe zu gewinnen.
In Igls dann die ersten Fernwanderer getroffen, unterwegs auf der Via Romea Stadensis, dem Weg des Abts vom Kloster Stade nach Rom um 1270 herum, der irgendwelche wichtigen Fragen vom Papst klären lassen musste. Na prima, eigentlich war das ja schon die ganze Zeit meine Route, aber erst kurz vor Italien wird mir das bewußt. Die entsprechenden Zeichen hatte ich auch schon mal gesehen, allerdings nicht wirklich beachtet. Nun also wurde ich über die Route von zwei Hessen aufgeklärt, die sich aber auch erst unterwegs kennen gelernt hatten und nun gemeinsam mit Hund unterwegs waren.

Nicht gefallen hat mir die Frage, ob ich auch schon Rentner wäre. Daher habe ich sie im nächsten Ort Patsch an der Kirche sitzen gelassen, wo sie eine Rast einlegen wollten und bin alleine weiter gegangen. Ich bin ja nicht so auf dem religiösen Trip und Kirchen ziehen mich nur bedingt an, im Wesentlichen nehme ich sie als gute Orientierungspunkte. Mal sehen, ob mir die beiden unterwegs noch einmal begegnen, die Chancen stehen gut, wenn ich denn die Brennerstrecke weitergehe, was ich mir gerade überlege. Vielleicht packt mich ja noch die Alpenlust und ich gehe über das Penserjoch ins Sarntal weiter. Auch diese Strecke landet irgendwann in Bozen, wie eigentlich alle Wege durch Südtirol.

In Steinach beim Schützenwirt eingekehrt, direkt unter der Autobahn, die hier aber den ungewohnten Effekt hat, dass man die ganze Zeit so gut wie nichts von ihr hört. Die Trasse läuft hoch am Hang über den Dörfern hinweg, so dass der Lärm von den umliegenden Wäldern und Bergen absorbiert zu werden scheint. Da habe ich nichts dagegen, hatte ich es mir doch schlimmer vorgestellt.

Morgen weiter auf den Brenner nach Italien