Von Cognola zum Lago di Caldonazzo (18 km)
Nach dem heutigen Tag habe ich so ziemlich den Kaffee auf. Wieder zu heiß, wieder zu viele Autos, auch noch verlaufen – und jetzt sitze ich bei starkem Gewitter am Lago und neben mir brüllt eine Schulklasse wie wild. Nein, kein guter Tag für innere Einkehr, wie ich sie doch gesucht und zwischenzeitlich auch durchaus gefunden habe. Im Moment wünsche ich mich auf eine einsame oder zumindest ruhige Berghütte, in trauter Zwiesprache mit Murmeltieren oder Steinböcken oder egal welch anderem Getier.
Auch mein Stamm-Mitwanderer seit Innsbruck ist wieder überraschend auf- und gleich wieder abgetaucht. Kein Verlust, ist doch seine Strecke die gleiche, sein Weg aber ein anderer. Ich lasse mir statt vom Pilgerbuch lieber von Dichtern den Weg weisen, wie von dem hier:
Ich hoffe sehr, meine Richtung und auch meine Motivation morgen wieder zu finden, fort vom Campingstrand und stramm weiter zum Dogen. Immerhin hat es ordentlich abgekühlt. Dass mich das mal freuen würde…
Morgen weiter nach Borgo Valsugana

