Von Cittadella nach Padova (31 km)
Stumpf geradeaus entlang der Hauptstraße SS47, das war im Wesentlichen das Wegstück von heute. Am Anfang komplett unmöglich zu gehen zwischen Leitplanken und dicken LKW, ohne irgendwelche Ausweichmöglichkeiten. Nach knapp 2km hatte ich genug und den Bus abgewartet, der mich zur nächsten Stadt gebracht hat. Nur ca. 5 km, aber ab da gab es zeitweise sogar einen richtigen Fahrradweg, wenn auch nicht durchgehend. Alle Strecken abseits der Hauptstraße kamen als Alternative leider nicht in Frage, sonst hätte ich es nicht bis Padua geschafft und mein B&B war ja immerhin schon gebucht. Morgen soll ja auch Ruhetag sein, ich möchte mir die Stadt anschauen, die schon unseren Dichterfürsten inspiriert hat – und hatte im Übrigen seit Oberbozen keinen Tag mehr ohne meine Stöcke. Die bleiben aber jetzt zumindest für diesen Tag in der Ecke, jawoll.
Noch immer gibt es keinen vernünftigen Vorschlag, was ich mit ihnen machen soll in Venedig…
Morgen Ruhetag, dann nach Piove di Sacco
Moin Stefan,
menno, biste schon weit gegangen und so kurz vor deinem Ziel. Gute Entscheidung die kurze Strecke mit dem Bus zu machen. Die Straßenverhältnisse hören sich gefährlich an und dann noch unter italienischen Verkehrsbedingungen!
Deine Stöcke:
1) Wenn leicht und zusammenschiebbar, dann zusammen schieben und an den Rucksack benzeln und als treue Wegbegleiter-Trophäe zu Hause an die Wand nageln.
2) Wenn nicht leicht und nicht zusammenschiebbar, dann an den nächsten Wanderer verschenken, der keine Stöcke hat und gerne welche hätte.
Alles was Du nicht für dein weiteres Leben brauchst, kannst Du verschenken. Keiner weiß wohl im Moment besser als Du, wie wenig ein Mensch im Leben wirklich braucht.
Dir einen schöne Pausetag in Padova.
Liebe Grüße.
Oder Du versteckst die Stöcke irgendwo in Venedig und holst sie dann im Sommer ab, wenn Du sowieso mit Auto, Frau, Kind und Schwiegersohn dort bist.
Übrigens: tolles Brötchenfoto
Ums noch mal mit Goethe zu sagen: die Metamorphose der Stöcker zu Op-Tickern halte ich nach wie vor zu einem für eine gute Idee. Gundula schlägt vor, herauszubekommen, wer der Heilige der Wanderer ist und ihm ein Kruzifix am Wegrand mithilfe der Stöcker zu bauen.
Da wird es doch sicher Brücken in Venedig geben, denen deine Stöcke eine Stütze sein könnten. Oder du implementierst einen GPS-Sender und schickst sie auf die Reise – einfach auf einen Laster wegen und gucken, wo es sie hinführt
Wegen = eine neue Wortschöpfung, Mischung aus werfen und legen ….