Hoch zum Pass

Von Innsbruck nach Steinach am Brenner (32 km)

Gestartet in der Verwaltungs- und Universitätsstadt Innsbruck ging es erst einmal in die hoch gelegenen Vororte Vills und Igls, im Wesentlichen entlang der Straße, um erst einmal Höhe zu gewinnen.
In Igls dann die ersten Fernwanderer getroffen, unterwegs auf der Via Romea Stadensis, dem Weg des Abts vom Kloster Stade nach Rom um 1270 herum, der irgendwelche wichtigen Fragen vom Papst klären lassen musste. Na prima, eigentlich war das ja schon die ganze Zeit meine Route, aber erst kurz vor Italien wird mir das bewußt. Die entsprechenden Zeichen hatte ich auch schon mal gesehen, allerdings nicht wirklich beachtet. Nun also wurde ich über die Route von zwei Hessen aufgeklärt, die sich aber auch erst unterwegs kennen gelernt hatten und nun gemeinsam mit Hund unterwegs waren.

Nicht gefallen hat mir die Frage, ob ich auch schon Rentner wäre. Daher habe ich sie im nächsten Ort Patsch an der Kirche sitzen gelassen, wo sie eine Rast einlegen wollten und bin alleine weiter gegangen. Ich bin ja nicht so auf dem religiösen Trip und Kirchen ziehen mich nur bedingt an, im Wesentlichen nehme ich sie als gute Orientierungspunkte. Mal sehen, ob mir die beiden unterwegs noch einmal begegnen, die Chancen stehen gut, wenn ich denn die Brennerstrecke weitergehe, was ich mir gerade überlege. Vielleicht packt mich ja noch die Alpenlust und ich gehe über das Penserjoch ins Sarntal weiter. Auch diese Strecke landet irgendwann in Bozen, wie eigentlich alle Wege durch Südtirol.

In Steinach beim Schützenwirt eingekehrt, direkt unter der Autobahn, die hier aber den ungewohnten Effekt hat, dass man die ganze Zeit so gut wie nichts von ihr hört. Die Trasse läuft hoch am Hang über den Dörfern hinweg, so dass der Lärm von den umliegenden Wäldern und Bergen absorbiert zu werden scheint. Da habe ich nichts dagegen, hatte ich es mir doch schlimmer vorgestellt.

Morgen weiter auf den Brenner nach Italien

6 thoughts on Hoch zum Pass

  1. Bei den Genuss des Liedes, zu dem der folgende Textausschnitt gehört, habe ich an dich gedacht:
    Now i wish you sunny skies
    And happiness wherever you may go
    But you got to realise
    There’ll be wind, there’ll be rain
    And occasional snow

    You’re gonna want to smile in them
    If you’re gonna walk a mile in them
    There’ll be times when you’ll be blue
    To laugh at rainy days and then
    Make your getaways in them
    You’re gonna need a quality shoe
    Tja, wer hat das geschrieben? Jedenfalls einer, der auch über das deutsche Bier gesungen hat.

  2. Es gibt ein englisches Wort, das „Wanderlust“ heißt. Vorgenannter Songwriter hat ein Lied mit diesem Titel geschrieben und ich musste es natürlich google- übersetzern. Erster Treffer: Fernweh! Passt doch!

    • Ach, endlich mal ein Quiz FÜR den Wanderschaufel. Wie schön, Jan! Dem kann ich nur entgegnen:

      „Open window
      Empty bed and chair
      Who’s that callin‘
      Ain’t nobody there
      I look behind me
      And I see there’s just
      Me and the wanderlust“

      Und dieser Herr Stoffverbinder’ler nennt seine Kapelle auch noch ‚Notlage‘ (Vgl. Google translator). Ein Glück, dass bei mir davon keine Rede ist 🙂 Alles was bei mir zur Zeit zählt ist tatsächlich

      …Wanderlust!

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