Servus Minga!

Von Hohenbercha nach München-Schwabing (27 km)

Drei Dinge, die sich heute ereignet haben. Als erstes: Anbaden im Unterschleißheimer See, bei ungewohntem Lärm durch die Autobahnen drumherum, aber ansonsten in glasklarem Wasser bei sehr spärlicher Uferbevölkerung – nix los! Den Tipp bekam ich in Hainhausen bei meiner mittäglichen Halbzeit-Radlerpause von einem älteren ebensolchen, der mir alles an Kartenmaterial unter die Nase gehalten hat, was er in seiner Tasche hatte. Und das war viel! Nun bin ich mir wieder unschlüssig über die genaue Alpenquerung, die ich einschlagen werde, denn den Brenner hat er mir, wahrscheinlich völlig zu recht, ordentlich madig gemacht. Aber noch ist ja genug Planungszeit.

Dann habe ich zweitens heute mein großes Zwischenziel München erreicht und freue mich wie Bolle. Nur auf den Füßen, nicht mit dem Fahrrad, was auf sportlichem Wege durchaus häufiger vorkommen soll, wie ich auf meiner Tour gelernt habe. Auch bin ich jetzt exakt auf der Hälfte der eingeplanten Zeit, so dass noch genug Reserven für alle Unwägbarkeiten des Weges und vor allem des Wetters abgefedert werden können. Bisher kann ich mich ja wirklich nicht beschweren, das hätte viel viel schlimmer kommen können.

Drittens habe ich dann mal meine Schuhe einer genaueren Inspektion unterzogen und muss feststellen, dass sie wohl ihre Schuld nach ca. 1000 km incl. Trainingstunden erfüllt haben. Sie sind einfach hin, das Profil ist komplett runter gelatscht, die obere Membrane hat Löcher auf beiden Seiten – nix mehr GoreTex – und ich werde wohl die Gunst der Großstadt nutzen und mir neue besorgen müssen. Schließlich kommen noch mal 600 km oben drauf, bis der Cappucino auf dem Markusplatz geschlürft werden wird. Aber bitte mit vernünftigem Schuhwerk, auf meine ansonsten gute Zusammenstellung und Qualität der Ausrüstung habe ich mich bisher gut verlassen können, so soll es bitte auch bleiben.

Weiter geht es am Samstag, die Isar Richtung Süden runter. Und bis dahin ist
PAUSE.