Im Barock

Von Breitengüßbach nach Bamberg (10 km)

Juchhu, endlich mal wieder eine richtige Stadt mit vielen lebendigen Menschen, auch mal jüngeren Alters. Die sind in der tiefsten bereits von mir durchwanderten Provinz ja eher selten zu treffen. Natürlich sind auch noch mehr Touristen da, aber das mischt sich alles auf eine sehr angenehme Art. Zumindest eine gewisse barocke Gemächlichkeit hier mitten im Welt-Kulturerbe meine ich spüren zu können. Liegt natürlich an der fränkischen Mentalität allgemein, die ziemlich relaxed ist. Oder ist es einfach nur mein Genuss des heutigen Ausspann-Tages, denn was sind schon 10 km Weg: nix!
Also auf, die Stadt weiter besichtigen, es deucht mich lohnenswert.

Update: Tatsächlich stellt sich Bamberg nicht nur sehr homogen-historisch (und natürlich auch UNESCO-geschützt) dar, ein vergleichbarer Menschenauflauf am Freitagabend ist auf der Reeperbahn auch nicht voller. Man trifft sich auf dem Marktplatz, viele Bars sind gestopft mit einer bunten Mischung aus Einheimischen, Studenten und ein paar versprengten Touristen wie mir, die nicht um 18 Uhr auf ihrer Flusskreuzfahrt am Abendbuffet erwartet werden. Diese Ami-Gruppen bevölkern nur über Tag die große und vieldimensionale barocke Altstadt, abends wird es eher deutsch. Und man kommt schnell ins Gespräch. Zum Beispiel mit Gerd, dem Fahrradfahrer aus Wuppertal, der sich mit Sportgerät extra in den Zug nach Norden gesetzt hat, um den gesamten Weg Flensburg-Garmisch zu absolvieren. Welche Art der Fortbewegung nun die bessere ist haben wir nicht final erörtert, aber es ist schön, sich gegenseitig Respekt für den jeweiligen Weg auszusprechen. Ganz emotional verarmen war ja auch nicht der Plan eures Wanderschaufels. Und an dieser Stelle noch einmal vielen vielen Dank für eure Kommentare, die mir immer wieder gut tun!

Morgen weiter nach Forchheim