Von Söhlde nach Liebenburg (27,6 km)
Der Morgen hat mit einem tollen Frühstück allein im Gästehaus Ottilienhof angefangen. Neue Zimmer im alten Bauernhaus, Nobelhütte, leicht bayerisch angehaucht. Nachdem am Vortag das einzige Restaurant geschlossen hatte und es nur Döner gab als einzige Alternative, hat mich das frische Brötchen und der Aufschnitt sehr gefreut.
Dann ca. 12 km Straße laufen bis Salzgitter-Lichtenberg, wo ich ja schon mal ein Jahr gearbeitet hatte. Im Lichtenberger Hof bin ich manches Mal abgestiegen, diesmal war es nur ein alk-freies Weizen bei Fam. Lewandowski, die mich aber wiedererkannt haben. Vorher noch die Rundumverarztung: Voltaren Pillen und Gel jetzt am Start, dazu ein Magenmittel, damit man das Zeug auch länger aushält, wonach es bei mir unbedingt aussieht.
Weiter dann durch einen zunächst eher langweiligen Wald, dessen Weg aber dann in eine MTB-Strecke überging, und die war über 3 km einfach nur noch Matsch! Das Leid habe ich mir dann mit zwei Radeljungs geteilt, die einfach nicht an mir als altem Schlammwanderer vorbei kamen.
Nach der Begegnung mit dem doch recht trüben Salzgitter-Bad -auffallend viele Herren mit ungepflegtem grauen Haar und Plastiktüten voller Bier – ging es dann am Golfplatz vorbei so richtig in den Harz hinein. Die Industrie habe ich irgendwie komplett umgangen und ich freue mich auf eine gute Zeit im Harz. Übernachtung mit diversen Monteuren etc. im Hotel zur Post.
Morgen dann Goslar mit Stadt- und Pfalzbesichtigung und danach Couchsurfing bei Alexander. Sein Großvater passt in seinem Herrenbekleidungsgeschäft auf meinen Rucksack auf, schon organisiert. Bin total begeistert 🙂