Von Liebenburg bis Goslar (14 km)
Im Anmarsch auf den Harz ging es zunächst über die Felder, bis irgendwann Goslar anfing, aber trotzdem noch so mancher Kilometer an der Straße gegangen werden musste. Auch in dieser Erholungslandschaft zersiedelt sich die Industrie und die Baugebiete immer weiter raus. Obwohl wenn ich ja zu innerer Einkehr finden wollte, bisher ist das Gehen an sich Beschäftigung genug, wenn die Sehnen streiken.
Tatsächlich konnte ich dann meinen Rucksack im schicken Herrenmodengeschäft bei Herrn Helmbrecht abgeben. Erholung pur, ohne Gewicht laufen zu können. Mit Tipps ausreichend versorgt war es eine Freude, sich diese wirklich tolle Altstadt zu erlaufen und das UNESCO-Geld gut angelegt zu sehen. Die Kaiserpfalz unterstreicht ihre Bedeutung durch den stolzen Eintrittspreis von 7,50, dabei ist an Bildern hauptsächlich Historismus aus dem 19. Jahrhundert zu sehen, was mich die Führung dann vorzeitig abbrechen ließ, nach all Sachsen, Salingern, Hohenzollern etc.
Mein Couchsurfing-Gastgeber Alexander holte mich dann nach seinem Schichtende ab und gemeinsam haben wir für eine ordentliche Spaghetti Carbonara eingekauft, über die sich dann auch sein Sohn gefreut hat. Ungewohnt für mich, ein reiner Männerhaushalt für einen Abend. Toll, wen man so über couchsurfing.org kennen lernen kann. Alexander hat schon einiges an Erfahrungen und ist überhaupt in seiner Heimatstadt und für seinen Sohn ein sehr engagierter Mann, meinen Respekt. Danke nochmals!
Die beste Frage: Was machst du denn Walpurgis? Hier im Harz kennen alle die Nacht vor dem 1. Mai unter diesem Namen, ich brauchte Brauchtumsübersetzungshilfe.
Vor’m Couchsurfen allerdings kam in der City von Goslar aber auch noch der Barbier zu seinem Recht. Ein bisschen Pflege darf es ja gerne sein auf meinen langen Wegen, bin halt nur bedingt der ganz wilde Typ. Und auch mein Bart kommt zwischendurch wieder ab, meine geliebte Frau 😉
Morgen nach Altenau
