Von Goslar nach Altenau (18 km)
Der erste richtige Bergtag fing mit Kaffee im Fachwerkhaus meines Gastgebers an, alleine mit seinem Sohn, der sich mit Halsschmerzen nicht „schulreif“ fühlte. In der dritten Klasse auch noch nicht soo schlimm..nachdem ich mich verabschiedet hatte ging es um Goslar auf Höhenwegen herum, dann wartete das Tal der Oker. Und wenn ich auch nach Nebenstrecken Ausschau gehalten habe war es doch ein Aufstieg zum Oker-Stausee im Wesentlichen parallel zur Straße. Aber immer wieder ging es zu Strinklippen hi auf oder hinab, stetig das Rauschen der Oker im Ohr. Und es ging hoch und höher und meine Füße taten weher und weher, bis ich dann,meiner Karten-App ForeverMaps folgend auch noch eine zusätzliche Kuppe übersteigen durfte. Diese aber komplett alleine, ohne weiter Wanderer und mit sehr dichtem und dunklem Wald.
Mühsam nur ging es weiter hoch nach Altenau in den Gasthaus Quellenhof, wo ich ausgesprochen nett und herzlich empfangen wurde. Wie sich herausstellte, sind die Besitzer erst vor drei Jahren aus ihrem Angestellten-Leben ausgestiegen, um sich hier mit Pension und Restaurant selbständig zu machen. Liegt es an solchem Idealismus, den man mitbringt, damit man sich als Gast wohlfühlt? Warum findet man auf seinen Wegen durch die Provinz nur so viele griesgrämige Menschen, die dann auch noch meinen, ein Weizen auf den Tisch zu knallen wäre Service. Gott sei Dank ist es hier anders und das Zimmer geräumig, mit großem Waschbecken für die tägliche Rei-In-Der-Tube-Wäsche. Alles Verschwitzte wird sofort wieder gewaschen, das gehört inzwischen zur Routine wie auch das Ankommens-Weizen, welches sich meistens auch noch multipliziert. Um welchen Faktor sage ich hier natürlich nicht…
Morgen eventuell Ruhetag oder 24 km nach Bad Lauterberg >uff<








