Start bei Aprilwetter

Die ersten 21 km liegen hinter mir. Durch den Jenischpark ging es nach Teufelsbrück und von dort mit der Fähre über die Elbe. Dann nach Finkenwerder mit Brötchenstop und fröhlich neben den Containerlastern durch den Hafen bis Hausbruch. Ab da Waldwege durch die Harburger Berge – ja, die gibts auch in Hamburg! – bis nach Sottorf ins Hotel Cordes. 5,5 Std Gehzeit mit Pausen, das reicht mir für den ersten Tag. Viel Sonnenschein, Stürm und zwei mal Hagelschauer, alles dabei heute. Zeit für mein erstes Wanderweizen und ein trockenes Shirt. Es geht gut los!

Prolog – Durch das wilde Holstein



Prolog in Holstein:
Auto abgegeben, Kreditkarte zerschnitten, von Freunden verabschiedet: Der Bruch ist geschafft, der Weg frei für eine lange Wanderung.

 

Die Strecke heute: Von Schwentinental nach Bordesholm

Kein Zurück mehr

Mitte April geht es los. Mit Rucksack, mit Walking Sticks, mit Muffensausen und mit dem unbedingten Wunsch, einen bestimmten Menschen auf dem Weg zu treffen: Mich selbst. Dafür will ich aus dem Haus gehen. Hier aus meiner eigenen Tür. Nicht erst nach Spanien, Indien oder nach Griechenland fliegen, nein: Los geht es da, wo ich bin und ankommen tue ich dort, wo ich lande.

Venedig wäre optimal, München quasi ein Minimum – aber vielleicht schafffe ich es ja auch nur bis zum Rennsteig. Nur eines steht fest: Das Ende der Reise. Am 28.6. muss ich wieder in Hamburg sein, meine große Tochter hat dann Abi-Ball. Und da darf ich auf keinen Fall fehlen. Geht einfach nicht. Will ich auch nicht. Was danach kommt ist noch nicht klar. Muss es auch nicht sein, jetzt noch nicht. Wichtig ist das Losgehen, nicht das Ankommen.

Aber traue ich mich wirklich?