Abstieg

Von der Tutzinger Hütte nach Kochel am See (13 km)

Nein, ich bin nicht mit dem Helikopter geflogen, auch wenn der Weg es suggerieren mag, den mein heute ziemlich nass gewordenes iPhone aufgezeichnet hat – oder eben auch nicht.
Was leider auch nicht aus der Karte hervorgeht, das sind die Höhenmeter, die eine Strecke von 6 km von der Hütte auf 1330 Metern bis nach unten ins Tal von Benediktbeuern durchaus mal 3 Stunden dauern lässt. Aber das war klar heute morgen, das die tiefen Wolken an der Benediktenwand mich nicht sonderlich gereizt haben, erst einmal 400 Meter aufzusteigen, bevor ich dann meinen eigentlich geplanten Weg nach Jachenau erreicht hätte. Also runter, was sich deutlich einfacher anhört, als es bei diesem Sauwetter war. So mancher Wegabschnitt mit seinem Steinbett meinte aufgrund der Himmelswasser-Zufuhr, zum Bach mutieren zu müssen.

Und nachdem ich mich zunächst gegen meine konstante Süd-Richtung gen Norden bewegen musste, um sicher aus der Höhe abzusteigen wurde der Regen immer dichter, so dass unten im Tal die Bushaltestelle eine mächtige Versuchung darstellte. Aber nein, das letzte Stück durch das Moor (Moar) wollte abgegangen sein, was dann bei all der Nässe um mich herum auch egal war. Im Franz Marc-Museum war ich ja schon letztes Jahr im Herbst (absolut sehenswert, baulich und inhaltlich), der Blaue Reiter, sonst von mir sehr geschätzt, ist dieses Mal so gar nicht mein Thema und ich habe es lieber ausgenutzt, dass ich ein ‚Pilgerzimmer‘ ohne Dusche habe. Diese ist nämlich im Schwimmbad, was ich dann nach einem wirklich unangenehmen Tag ganz für mich alleine hatte. Der Badehose zweiter Einsatz auf dem Weg. Was freue ich mich, wenn sie endlich das Salz des Mittelmeers zu spüren bekommt.

Bis dahin: Unwetter-Warnung für Südbayern. Na prima…

Morgen weiter Richtung Innsbruck, hoffentlich schaffe ich es bis Mittenwald.

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